Südafrika, Travel around the world

Travel: Afrika // Alltag mit Affen

Jeden Tag früh aufstehen!

Wie ich schon in meinem Oktoberreview angekündigt habe, wird es auf meinem Blog in nächster Zeit einige Posts zu meinem Aufenthalt in Afrika geben. Dies ist der erste und ich beschreibe euch in diesem, wie der Alltag auf einer solchen Affenaufangstation aussieht.

Der Tag begann immer sehr früh, ich bin um 6:30 Uhr aufgestanden, habe mich angezogen, Zähne geputzt und dann ging es auch schon los.

 Nach einem kurzen Fußweg zur Boma (eine Art Aufenthaltsraum), habe ich meine Wasserflasche aufgefüllt, noch schnell einen Keks gegessen und dann ging es zu der jeweiligen Station.

Frühstück erst nach der Arbeit, wo gibt es denn so was?

In Afrika! 

Um sieben begann die Arbeit an der jeweiligen Station, an der man eingeteilt war. Es gab z.B. Food Prep wo man vor allem Kisten schleppen musste und Kohl, Papayas und anderes Obst und Gemüse mit einer Machete schneiden musste (das hat wirklich Spaß gemacht). War man nicht bei Food Prep, dann war  in einer der vielen Gehege und hat sie sauber gemacht.

Erst nach zwei Stunden Arbeit gab es dann Frühstück und auf das hat man sich auch immer gefreut.

Am Anfang war es für mich wirklich komisch, erst zu arbeiten und dann ordentlich zu frühstücken (weshalb ich oft Kekse gegessen habe, bevor ich zu meiner Station gegangen bin).

Jedoch gewöhnt man sich ziemlich schnell an diesen Rhythmus, genau wie man sich daran gewöhnt die wirklich mies riechenden Hinterlassenschaften der Affen weg zu machen oder das überall Ameisen und andere Insekten sind (ja auch in der Dusche und hin und wieder auch im Bett).

Nach der Arbeit kommt die Arbeit

Zwei Stunden Arbeit reichen natürlich nicht aus, damit alles erledigt ist und so ging es nach dem Frühstück (9Uhr) wieder ran an die Arbeit.

Ich muss jedoch sagen, dass die ersten zwei Stunden Arbeit immer am anstrengendsten waren. Man hatte in diesen Stunden wirklich viel zu tun ( vor allem körperlich)  und hatte keine Pause. Nach dem Frühstück jedoch kamen einfachere Arbeiten wie z.B. Gras für die Affen zu pflücken, Unkraut zupfen oder ein Gehege  beobachten und aufschreiben was die Tiere machen.

 Das Highlight: Baboonwalk

Darauf habe ich mich immer am meisten gefreut (neben dem Abendessen und einer Dusche) auf einen baboonwalk. Übersetzt: Pavianspaziergang.

Ja ihr lest richtig!

Mit den kleineren Pavianen sind wir öfter zum angrenzenden Fluss oder Pool gegangen und haben dort Zeit mit ihnen verbracht und sie konnten in der Natur ihrem natürlichen Verhalten nachgehen.

 Wenn sie nicht mehr laufen wollten, dann sind sie neben dir gelaufen und haben die Hand hochgehalten, damit du sie hochziehst und sie auf deinen Schultern sitzen können. Wenn sie dann wieder runter wollten sind sie meistens einfach runter gesprungen, manchmal jedoch haben sie sich an deinen Haaren festgehalten und haben sich dann runter geschwungen.

Ich kann euch sagen, dass das kein angenehmes Gefühl ist, wenn 8kg  an deinen Haaren hängen.

Ein mindestens genau so schönes Gefühl ist, wenn sie auf deiner Schulter sitzen und anfangen zu pinkeln. Neben dem leckeren Geruch, fließt dir auch noch etwas warmes den Rücken herunter. Mmhhhh.

 Aber all die schönen Momente, wenn sie in den Pool springen, miteinander spielen oder mit dir kuscheln entschädigen solche Vorfälle.

 

Füttern, duschen, essen

Nachmittags wurden dann nochmal alle Tiere gefüttert und wie ihr seht gab es auf der Farm nicht nur Affen, sondern auch noch einen Strauß, zwei Esel, Gänse, ein Papagei und acht Hunde.

Ich habe oft das Füttern der Esel übernommen, weil es mir Spaß gemacht hat und ich außerdem auch noch kurz eine Streichelrunde einlegen konnte.

16 Uhr durften wir dann in unsere Unterkünfte und haben geduscht und uns fertig gemacht. Kurz das WLAN genutzt und dann ertönte auch schon die Glocke zum Essen.

 Nach dem Essen saßen wir meistens noch ein wenig zusammen und haben geredet, gespielt oder das WLAN nochmal strapaziert.

20:30 Uhr ging es dann schon meistens zurück zu unseren Unterkünften, weil wir einfach so müde waren und es war nicht selten, dass ich noch vor 21 Uhr geschlafen habe. Ja tatsächlich so früh.

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